NEU BEI SÜDPOLRADIO // NIKOLAUS WOLF

Er ist im Folk, im Britpop und generell in den 60er Jahren zu Hause, klingt mal so traurig wie Elliott Smith, mal so cool wie Liam Gallagher und mal so schön wie John Lennon. Michi Rieder leiht sich als Künstler den Namen seines Uropas aus: NIKOLAUS WOLF klingt spannend, eigenwillig und ein bisschen seltsam. Der Musiker aus Bayern kreiert auf dem Land urbane Klänge und komponierte auch schon für den Film. über die Aufnahmen zu seiner Debüt-EP Roekki Zimt sagt Nikolaus Wolf: „Wir haben viel ausprobiert, rumgetüftelt und versucht, einen authentischen, eigenständigen und eher cineastisch angehauchten Sound zu kreieren. Ohne in Bombast und Kitsch zu verfallen.“ Die Kompositionen mit Gitarre und Stimme wurden mit viel Feingefühl erweitert, auch Geigen, Xylophon, Piano, alte Vintage-Synthies und immer wieder ein Mellotron sind zu entdecken. Die analogen Sixties lassen mit Melancholie und Wärme grüßen und treffen auf ungeschminkten und ehrlichen Neo Folk mit Lo-Fi-Charme. Subtil fügen sich die Soundcollagen und großen Momente ganz organisch in den Singer-Songwriter-Stil ein, und darüber schwebt Nikolaus Wolfs markante Stimme, die alles frisch und aufrichtig hält. So entsteht großes emotionales Kopfkino auf kleinem Raum. Mit rumpelnden Beats, catchy Klaviermelodien und überraschenden Wendungen präsentiert Nikolaus Wolf vier folkige Lieder, die sich nahtlos in die Tradition britischer und amerikanischer Sounds der 60er Jahre einfügen und trotzdem dem aktuellen Zeitgeist entsprechen. Die eigenwillige Welt von Roekki Zimt entwickelt sich dabei immer wieder vom puristischen Folksong zur pulsierenden, psychedelisch angehauchten Klangmauer, bei der es konsequent neue Sphären zu entdecken gibt. Es ist die Liebe zu den kleinen Details, die das ganze zu etwas Eigenem machen und mit jeder Menge Charme und Persönlichkeit ausstatten.